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Blog von Dominic Zschokke

Aar­gau

Tanz­ver­bot im Aar­gau — eine Tra­gi­ko­mö­die in fünf Akten

Der Aar­gau tut sich unglaub­lich schwer mit gewis­sen Din­gen, so zum Bei­spiel mit der Abschaf­fung des Tanz­ver­bo­tes, wel­ches es — wie alle immer gesagt haben — gar nicht mehr gibt. Es ging eigent­lich nur um die Nor­ma­li­sie­rung der Öff­nungs­zei­ten von Gas­tro- und Tanz­be­trie­ben an soge­nannt hohen reli­giö­sen Fei­er­ta­gen. Die Leu­te könn­ten genau an jenen Wochen­en­den wie Pfings­ten zwei Stun­den län­ger sit­zen oder tan­zen, an denen sie ver­dien­ter­mas­sen frei haben. Das ist eine Baga­tel­le, möch­te man mei­nen. Nicht für den Aar­gau.

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Die Akti­on «Mir lan­gets» und ihre Kri­ti­ke­rInn­nen

Ein ganz­sei­ti­ges Wahl-Inse­rat einer schwei­ze­ri­schen Par­tei auf der Titel­sei­te der Pend­ler­zei­tung “20 Minu­ten” war für Donat Kauf­mann, einen 26 jäh­ri­gen Stu­den­ten, Anstoss, mit­tels Crowd­fun­ding ein Pro­jekt zu lan­cie­ren. Sein Inten­ti­on war, mit­tels unzäh­li­ger Mikro-Spen­den die Titel­sei­te von “20 Minu­ten” zu kau­fen, um eine Zei­chen gegen undurch­sich­ti­ge Par­tei­fi­nan­zie­rung und Inhalts­lo­sig­keit im Wahl­kampf zu set­zen.

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Der gestutz­te Adler — Aar­au im gol­de­nen Käfig

In Aar­au steigt gera­de das Volks­mu­sik­fest unter dem Mot­to «Der Adler ist los«. Pri­va­te Orga­ni­sa­to­ren beset­zen die gesam­te Innen­stadt, wel­che wohl­ver­stan­den zum öffent­li­chen Raum gehört. Das Fest wird durch den Ver­kauf von Pla­ket­ten finan­ziert. Nun hat man ver­sucht, die­sen Ver­kauf halb-ver­bind­lich zu gestal­ten. Der Ein­gang zur Stadt wird auf weni­ge Zugän­ge beschränkt. Dort ste­hen ein Zivil­schüt­zer und ein Secu­ri­tas-Ange­stell­ter.

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Ein Ver­rat an der Stadt Aar­au

Live-Musik war die See­le des Volks­fes­tes “Mai­en­zug-Vor­abend”. Dar­in sind sich fast alle Aar­au­er und regel­mäs­si­gen Besu­cher die­ses Anlas­ses einig. Der Stadt­rat von Aar­au hat nun ent­schie­den, aus Sicher­heits­grün­den die­sem Anlass die See­le zu ent­reis­sen, sprich Live-Musik zu ver­bie­ten. Noch ein paar Jah­re wer­den die Fest­bän­ke zum ers­ten Don­ners­tag im Juli auf­ge­stellt, dann kommt plötz­lich kei­ner mehr und der Mai­en­zug-Vor­abend ver­schwin­det, als hät­te es ihn nie gege­ben.

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