DSGVO mit Enter-Taste

DSGVO und die Schweiz

Von einer Stär­kung des Daten­schut­zes wür­de auch die Schweiz und ihre Bür­ge­rIn­nen pro­fi­tie­ren. Aber im Allein­gang ist es unwahr­schein­lich, einen star­ken Daten­schutz inter­na­tio­nal durch­zu­set­zen. Die EU hat gegen­über inter­na­tio­na­len Kon­zer­nen das not­wen­di­ge Gewicht dazu. Eine Anleh­nung der Schweiz an den EU-Daten­schutz wäre unter die­sen Umstän­den zu begrüs­sen. Das poli­ti­sche Kli­ma in der Schweiz und der feh­len­de Rah­men­ver­trag mit der EU lässt eine Annä­he­rung im Moment jedoch kaum zu.

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Ganz kurz: Whats­app an Schwei­zer Schu­len sicher nicht: nicht sicher.

Sub­su­miert: Staat­li­che Insti­tu­tio­nen sind an Grund­rech­te gebun­den. Daten­schutz ist die gesetz­li­che Kon­kre­ti­sie­rung des Rechts auf infor­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung. Schu­len sind i.d.R staat­lich. Whats­app in der jetz­ti­gen Funk­ti­ons­form ver­letzt den Daten­schutz durch die Wei­ter­ga­be aller Tele­fon­kon­tak­te, die in die­se Daten­ver­ar­bei­tung NICHT ein­ge­wil­ligt haben. Schul-Mit­ar­bei­te­rIn­nen als Reprä­sen­tan­tIn­nen des Staa­tes dür­fen folg­lich kein Whats­app ver­wen­den.

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Die wah­re Ver­schwö­rung (!)

Eine Woche lang tob­te in eini­gen Schwei­zer Zei­tun­gen eine bei­spiels­lo­se media­le Hetz­jagd gegen einen Schwei­zer Aka­de­mi­ker. Der Name des gejag­ten His­to­ri­kers lau­tet Dani­el Gan­ser, jener sei­nes Jägers Roger Scha­win­ski, ein Talk­mas­ter, Jour­na­list und umstrit­te­ner Buch­au­tor. Gan­ser ent­hielt sich einer Stel­lung­nah­me. Die Schlamm­schlacht wur­de von den Medi­en ein­sei­tig, inhalts­los und unre­flek­tiert «ad homi­nem» geführt. Die inter­es­san­ten Fra­gen und Fron­ten erschlies­sen sich jedoch erst bei einer genaue­ren Betrach­tung der invol­vier­ten Ver­la­ge und deren Inter­es­sen.

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WTF smar­te Laut­spre­cher

Die Tech-Gigan­ten drän­gen in unse­rer Wohn- und Schlaf­zim­mer. Der «Point-of-Sale» wird mit­tels smar­ten Laut­spre­chern noch näher an die Kon­su­men­tin­nen her­an­ge­rückt. Die­se Gerä­te ver­spre­chen «smart», also schlau zu sein und laut zu spre­chen. Doch um über­haupt zu spre­chen, das weiss jedes Kind, muss man zuerst ein­mal zuhö­ren.

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Der Angriff der Polit-Bots

Die Machen­schaf­ten der Fir­ma «Cam­brig­de Ana­ly­ti­ca» bele­gen, dass demo­kra­ti­sche Ent­schei­dungs­pro­zes­se in naher Zukunft einem digi­ta­len Gross­an­griff auf die Mei­nungs­bil­dung aus­ge­setzt sein wer­den. Auch in der Schweiz sind bereits Fir­men am Start, wel­che die öffent­li­che Mei­nung «ganz legal» mani­pu­lie­ren wol­len. Die Fir­ma «Enig­ma» legt in der Han­dels­zei­tung ihre Ambi­tio­nen offen auf den Tisch. Mit Bots und KI — so die voll­mun­di­gen Ankün­di­gun­gen — soll die Mei­nung einer «emp­fäng­li­chen» Schicht zu Guns­ten der Kund­schaft beein­flusst wer­den. Ein gekauf­tes Abstim­mungs- oder Wahl­re­sul­tat kann dem­nach her­bei­ge­führt wer­den.

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Face­book — das Tscher­no­byl der Daten

In der zwei­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts konn­ten die Men­schen die Gefahr, die von radio­ak­ti­ver Strah­lung aus­ging, nicht begrei­fen. Die töd­li­che Gefahr war unsicht­bar. Der Reak­tor­un­fall von Tscher­no­byl rief der Welt in das Bewusst­sein, dass auch Unsicht­ba­res lebens­be­droh­lich sein kann. Heu­te ist ein wei­te­rer Super­gau in vol­lem Gang, des­sen Ursa­chen und Wir­kun­gen wir vor­erst weder sehen noch fas­sen kön­nen: Der Daten-Super­gau. Der Face­book-Skan­dal um die Fir­ma «Cam­bridge Ana­ly­ti­ca» muss zu einem Umden­ken füh­ren und recht­li­che Kon­se­quen­zen haben.

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Netz­sper­ren — Weh­ret den Anfän­gen!

Netz­sper­ren kennt man in der Regel von tota­li­tä­ren Staa­ten, wel­che den Zugang zu regime-kri­ti­schen Inhal­ten blo­ckie­ren wol­len. Chi­na hat dazu eigens die «Gros­se Fire­wall» auf­ge­baut, um die Bevöl­ke­rung von mis­lie­bi­gen Mei­nun­gen fern­zu­hal­ten. In sol­chen Län­dern die­nen Netz­sper­ren dazu, die Mei­nungs­frei­heit zu unter­drü­cken. Die Schweiz jedoch führt jetzt mit der Revi­si­on des Geld­spiel­ge­set­zes Netz­sper­ren ein, um der Lob­by der Casi­nos zu mehr Umsatz zu ver­hel­fen.

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